Die HöhlenmalereiDie ersten Zeugnisse der künstlerischen malerischen Darstellungen reicht bis in die Steinzeit zurück. Vor 32.000 Jahren wurden die ersten Zeichnungen in Höhlenwände geritzt. Die weltberühmte Höhle von Lascaux repräsentiert mit ihrer Fülle an mehrfarbigen Bildern den Höhepunkt der eiszeitlichen Kunst. Diese Höhlenmalereien wurden etwa zwischen 17.000 und 15.000 v. Chr. erstellt. Auf den meisten Bildern, Gravuren und Reliefs ist Jagdwild abgebildet, wie etwa Rentiere, Wisente, Hirsche, Pferde, Auerochsen, Steinböcke, Mammute und Wollnashörner. Man findet aber auch Höhlenbären, Höhlenlöwen, Fische und Vögel. Abbildungen von Menschen gibt es nur wenige. Vermutlich handelt es sich dabei um Schamanen bei ihren kultischen Handlungen, da sie häufig in Tierfelle gekleidet sind und Hufe, Hörner oder andere tierische Merkmale tragen. In einigen Höhlen findet man rätselhafte schematische Symbole oder Zeichen: mit roter Farbe gemalte Punktreihen, pfeilförmige Zeichen, Dreiecke, schachbrett- und gitterähnliche Gebilde. Besonders bemerkenswert sind die Negativdarstellungen von Handschablonen, wie beispielsweise in der Höhle Gargas/Frankreich. Mit einem Blasrohr wurde Farbe über einer auf die Felsoberfläche gelegten Hand versprüht. ![]() Die ersten Farben waren Rot (Eisenoxid) und Schwarz (Mangandioxid, manchmal auch Holzkohle). Das Weiß wurde mit Kaolin erreicht, andere Farben, die den Menschen des Magdalénien zur Verfügung standen, waren Braun und Gelb. In Lascaux wurden Stößel und Mörser gefunden, in denen die Farben aus nicht weniger als 158 verschiedenen Mineralpigmenten gemischt wurden. Zur Färbung wurde noch Blut, Kalkstein, Pflanzenharz, Milch und Pflanzensäfte verwendet. Striche und Punkte wurden mit der gefärbten Fingerspitze oder mit Pinseln aus Tierhaar gezeichnet. Ebenso entdeckte man in einigen Höhlen, so auch in Lascaux, Löcher im Höhlenboden. Sie stammen von Gerüsten mit deren Hilfe die Maler das Höhlendach oder Stellen hoch an der Wand erreichten. Höhle von Lascaux
GeschichteDie Menschen der ausgehenden Altsteinzeit kannten schon verschiedene Maltechniken und vermochten das Verhalten von Tieren naturgetreu wiederzugeben. Die unebene Oberfläche der Höhlenwände zogen sie geschickt in ihre Darstellung mit ein. Höhlenmalerei in Valtorta ca. 13.000 Jahre alt
Handnegativformen in der Höhlenmalerei des Paläolithikums --
ca. 15.000 Jahre v. Chr., El Castillo, Spanien
Paläolithische Höhlenmalerei, Kultplätze und Wohnstätten in der Dordogne, ca. 13.000 Jahre alt
|
||
|
|